NACHRICHTENBEITRÄGE VON BENEDIKT MANDL

Die folgenden Beiträge stammen aus Nachrichtensendungen des Österreichischen Rundfunk (ORF). Sie wurden von Benedikt Mandl während seiner Tätigkeit als Redakteur der Wissenschaftsredaktion 2007 gestaltet. Die Urheberrechte liegen beim ORF.

Zeit im Bild 2: Forschungsmisere in Österreich

Die Nobelpreise für Physik und Chemie 2007 gingen diese Woche an Forscher aus Deutschland. Vor über 30 Jahren gab es für Österreich den letzten Nobelpreis - die Österreicher scheinen sich nicht sehr für Naturwissenschaften zu interessieren. In einer neuen Umfrage nach den größten Forschern des Landes finden sich auf den Spitzenplätzen der ehemalige ZIB-Moderator Josef Broukal und der Staatsopern- Direktor Ioan Holender. Zwei Drittel der Befragten kannten keinen einzigen heimischen Wissenschafter.


Zeit im Bild 1: Chemie Nobelpreis 2007

Der Nobelpreis für Chemie geht heuer - wie auch der für Physik - an einen Deutschen: der Chemiker Gerhart Ertl wurde heute in Stockholm für seine Studien über chemische Verfahren auf festen Oberflächen ausgezeichnet. Ertl untersuchte, wie extrem schnelle, chemische Prozesse auf festen Oberflächen ablaufen. Dadurch werden verschiedene Vorgänge, wie beispielsweise das Rosten von Eisen verständlich.


Zeit im Bild 2: 50 Jahre Sputnik

Die Sputnik 1 wurde sie vor 50 Jahren als erster künstlicher Satellit ins Weltall geschossen. Dass das den Sowjets als erster gelang, am Höhepunkt des Kalten Krieges, war ein gewaltiger Schock für die USA. Ein jahrzehntelanger Wettlauf ins All war die Folge. Und lange war die Sowjetunion voran.


Zeit im Bild 2: Kardiologen Kongress 2007 in Wien

Der Kardiologen-Kongress tagt in Wien, 30.000 Teilnehmer und mehr als 4500 Vorträge in drei Tagen. Herzspezialisten aus der ganzen Welt sind dabei, die Hotels in und rund um Wien sind ausgebucht. Doch nur private Sponsoren, vor allem Pharma-Multis mit eigenen Interessen, machen einen derart großen Kongress möglich.


Zeit im Bild 2: Umweltprobleme in Peking

China hat gestern (8.8. 2007) in einer bombastischen Feier seine Olympia-Pläne präsentiert. Doch immer mehr Experten machen die enormen Umweltprobleme in Peking Sorgen. Das IOC spricht schon davon, einzelne Bewerbe zu verschieben. Das chinesische Regime hat versprochen, das Problem bis nächsten Sommer in den Griff zu bekommen, zum Teil mit drastischen Maßnahmen, wie einem Fahrverbot für fast eineinhalb Millionen Autos.


Zeit im Bild 2: Virtuelles Wien

Eine Computersimulation der Wiener Innenstadt macht es möglich, einen virtuellen Flug durch die Stadt zu machen. Der Computerspezialist Alois Kozar hat den faszinierend realitätsnahen virtuellen Flug durch Wien programmiert - steuern muss man selbst mithilfe von zwei Flügeln.


Zeit im Bild 2: Zahnimplantat gibt Schmerzmittel ab

Deutsche Forscher haben jetzt eine Erfindung gemacht, die möglicherweise vielen chronisch Kranken das Leben erleichtern kann: Ein spezielles Zahnimplantat soll künftig das Verabreichen von Medikamenten übernehmen. Der Mikrochip wird in den Mund eingesetzt und überprüft ständig, ob die freigesetzten Medikamente auch der verschriebenen Dosis entsprechen.


Heute in Österreich: Neuer Wirkstoff für Diabetes Therapie

Wissenschaftern in den USA ist es jetzt gelungen, aus dem Giftspeichel einer Wüstenechse ein neuartiges Medikament gegen Diabetes zu entwickeln. Die Entdeckung wird als Revolution gefeiert, jetzt kommt die Therapie auch nach Österreich.


NEWTON: Jubiläum der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften feierte 2007 ihren 160. Geburtstag - das populärwissenschaftliche Magazin NEWTON zeichnet ein Portrait der altehrwürdigen Akademie. Gestaltung Markus Mooslechner und Benedikt Mandl.


Heute in Österreich: Intensivmedizin im AKH Wien

Mehr als 90 Prozent der Patienten auf Intensivstationen werden wieder gesund, nach durchschnittlich nur fünf Tagen verlassen sie die meisten von ihnen die Intensivstation. Ein Lokalaugenschein in Österreichs größter Intensivstation im Wiener AKH.


NEWTON: Boxende Fliegen

Wissenschafter am Wiener Institut für Molekulare Pathologie (IMP) haben ein Gen beschrieben, das bei Fruchtfliegen aggressives Verhalten beeinflusst. Raufereien laufen bei Fliegenmännern nämlich anders ab als bei Weibchen. Pflanzten die Forscher das männliche Gen in Weibchen ein, so begannen diese wie Männchen zu kämpfen.